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Wissenswertes über Haarscheren

Die moderne Haarschere ist heutzutage das wichtigste Arbeitsgerät eines Friseurs/ einer Friseurin.
Es ist ein hoch spezialisiertes und qualitativ sehr hochwertiges Schneidewerkzeug, das sich im Laufe der Jahrhunderte aus den Anfängen der Scherentechnik entwickelt hat. Früher war Haare schneiden sicher sehr stark von Ziepen und Reißen begleitet. Erst im letzten Jahrhundert wurden Haarscheren entwickelt und hergestellt, die eine absolute Präzision und Schärfe aufwiesen, so dass der Friseurbesuch zum Wohlfühl-Erlebnis wurde und nicht wie vor über 2.000 Jahren zur Tortur.


Geschichte der Haarschere:
Die ersten Funde scherenähnlicher Werkzeuge stammen etwa aus dem 2. oder 3. Jahrhundert
nach Chr. Allerdings ist bekannt dass schon die Römer und Germanen in der Zeit um 500 vor Chr. mit Scheren arbeiteten. 
Zunächst verwendeten sie nur 2 Messer, die man gegeneinander presste und leicht im spitzen Winkel öffnete, um so eine Scherenöffnung zu erhalten (Endgelenkschere). Extrem geschärft konnte man damit relativ gut Stoffe schneiden.
Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus die Bügelschere (s. Abb.1):

Historische Bügelschere

Foto: Yannick Trottier 2006
Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported


Die Bügelschere wurde aus einem Stück gefertigt. Der Bügel, also die hintere Rundung wirkte wie eine Feder und gab der Schere Spannung, so dass sie von alleine aufging. So konnte man mit nur einer Hand die Schneidebewegung durch Niederdrücken der beiden Messer ausführen.
Diese Art der Schere überdauerte viele Jahrhunderte und es war nun einigermaßen möglich, sie auch als Haarschere einzusetzen.

Die heute übliche Gelenkschere setzte sich erst etwa ab dem 10. Jahrhundert nach und nach durch.
Bei dieser Scherenart sind zwei Schneideblätter fest an einem Drehpunkt miteinander verbunden.
Um diese Achse bewegen sich die beiden Klingen und führen so die Scherbewegung aus.
Diese Technik erhöhte die Schneidegenauigkeit dramatisch. Auch die heutigen Profi-Haarscheren gehören zu dieser Scherengattung.

Ansicht einer Haarschere

Foto: Pavel Krock 2005
Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 2.5 Generic


Die Bügelschere war auf Grund ihrer Bauform im unbenutzten Zustand immer leicht geöffnet und dadurch häufig Ursache für Verletzungen. Durch die veränderte Bauart wurde dieses Problem bei der Gelenkschere beseitigt und Schneiden so sicherer gemacht.

Doch der Siegeszug dieser Technologie bis hin zur modernen Friseurschere ist hauptsächlich damit begründet, dass man eine unglaubliche Präzision im Schnitt erreicht hat: 
Durch die Einführung einer Stellschraube/ Gangschraube in der Drehachse konnte der Schneidedruck variabel eingestellt werden. Die rasante Verbesserung von Material und Verarbeitung führte dann letztlich zu den heutigen professionellen Haarscheren.


Definition Haarschere vs. Friseurschere:
Nach meiner Definition ist eine Haarschere allgemein zum Schneiden von Kopf- und Körperhaaren geeignet. In den meisten Fällen ist sie deshalb auch eine Friseurschere - aber nicht immer. 

An eine Friseurschere stellt Friseur und Friseurin wesentlich höhere Ansprüche in Bezug auf Material, Qualität, Ausführung der Schere und Langlebigkeit, als ein/e Endverbraucher/in.
Das ist auch ganz verständlich, da ein/e Friseur/ Friseurin am Tag durchschnittlich rd. 6-8 Haarschnitte erstellt, ein Endverbraucher mit Familie vielleicht 3-4 im Monat. Daher kann man festhalten:
Eine Haarschere ist nicht immer und zwingend eine Friseurschere - aber eine Friseurschere ist immer eine Haarschere.


Rudi Bacher

  

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